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Wissenswertes über Märchen

Rotkäppchen und ihre Kappe/ Cappa.
Die rote Kappe, nach dem Rotkäppchen benannt wurde, wird in modernen Märchen immer als rote Mütze abgebildet.
Richtig ist jedoch daß die Kappe eine Cappa (Capa) war. Die Cappa war ein Reisgewand, daß kreisförmig oder auch viereckig war, und ein Schlupfloch für den Kopf hatte. Die Länge variierte von hüftlang bis bodenlang, je nach  Wohlstand und Ansehen der Person. An dieser Cappa konnte auch eine Kapuze angebracht sein.

Bekannt ist diese Cappa auch aus der Sage des Martin von Tours, der seinen Mantel (die Cappa) teilte. Dieser Mantel gehörte nach seinem Tod zum Kronschatz der fränkischen Könige und reiste mit ihnen. Die Cappa wurde von einem Geistlichen begleitet. Diese Männer nannte man deshalb Kapellan. Die kleinen Kirchenräume,in denen die Kapellane wirkten hießen Kapellen.

Dornröschens Spinnrad:
Das Spinnrad war bei uns damals noch nicht bekannt. Die Menschen spannen zu Röschens Zeit ihre Garne mit einer Handspindel.
Diese Spindel konnte beim Spinnen auch auf und ab hüpfen, wie es im Märchen beschrieben wird. Denkbar ist daß diese Spindel mit einer Metallspitze ausgestattet war. An einem Spinnrad kann man sich zwar verletzen aber nicht stechen. 

Im Märchen Frau Holle 
spinnt sich die Goldmarie die Finger blutig. Sie hat wahrscheinlich Leinen oder sehr grobe Wolle mit der Handspindel gesponnen. Das Rohmaterial ist sehr kratzig gewesen. Eine zarte Mädchenhand kann dabei schon verletzt werden. Diese Spindel ist dann auch in den Brunnen gefallen.

Schneewittchen und die sieben Zwerge.
Bergwerkstollen waren früher sehr niedrig und schmal. Um dort arbeiten zu können musste man klein sein. Wahrscheinlich arbeiteten dort Kinder, die durch die harte Arbeit, der schlechten Ernährung und dem fehlenden Licht dann kleinwüchsig blieben und nicht sehr alt wurden. Um den Kopf zu schützen trugen die Bergleute Kappen aus dickem Filz. Daraus entstand dann das Märchen, von den im Berg arbeitenden Zwergen, mit den spitzen Mützen.

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