Sonntag, 12. März 2017

Die Klanggeschichte vom Igel der aus dem Winterschlaf erwacht.

von Gundula Geck-Grantz
 
( Jedes Kind bekommt eine Decke und baut sich ein Nest.) 
Es war ein kleiner Igel. Ich nenne ihn Stachel. Der Igel Stachel wurde im Herbst auf einmal sehr müde und er baute sich ein gemütliches Nest unter einem großen wilden Holzhaufen. Er hatte sich dort mit dem ganzen Herbstlaub eine kuschelige Höhle gebaut. Als es draussen viel zu kalt wurde um Schnecken und Würmer zu finden, legte er sich in seine Höhle schlafen. Hört ihr ihn schnarchen?
 ( Die Kinder kuscheln sich in ihr Nest. Alle schnarchen leise)
Es wurde eisekalt, aber Stachel lag gemütlich in seinem weichen Bett. Dann fing es an zu schneien und dicke Flocken bedeckten den Holzstapel und die Schlafhöhle von Stachel.
(Ich knistere mit Seidenpapier )
 Ein Fuchs lief an Stachels Höhle vorbei, 
(Ich klopfe mit einem Filzschlägel leise auf eine Handtrommel) doch Stachel schlief tief und fest und hörte ihn nicht.
Ein Hagelschauer prasselte auf die Erde, 
(Ich klopfe mit Klanghölzern) doch Stachel schlief tief und fest und hörte ihn nicht. 
Ein wilder Wintersturm pustete über Stachels Höhle, 
(Oceandrum oder Regenmacher schnell spielen)  doch Stachel schlief tief und fest und hörte ihn nicht.
 Dann war der Winter plötzlich vorbei und die Sonne wärmte Stachels Höhle.
(Ich spiele ein paar Klänge auf der Triangel) Stachel reckte sich, streckte sich und gähnte. 
(Wir recken uns und gähnen)
Stachel steckte die Nase aus seiner Höhle und schnupperte. Ein Sonnenstrahl (Triangel) kitzelte seine Nase und er musste niesen.(Alle niesen).
Der Frühling war da. Krokusse und Märzenbecher blühten auf der Wiese. Stachel verließ seine Höhle und trippelte über die Wiese, 
(Tippeln mit den hohen Tönen auf dem Xylophon) um sich ein paar Würmer und Schnecken zu suchen.

 Material: Decken, Klangstäbe, Triangel, Xylophon, Handtrommel, Filzschlägel, Seidenpapier, Regenmacher

 Natürlich können auch die Kinder die Instrumente spielen, während du vorliest.
 

Freitag, 27. Januar 2017

Musik und Bewegung mit Luftballons


Eine musikalische Einheit mit Luftballons
von Gundula Geck-Grantz
Aktion
Ihr braucht: Einen großen roten Luftballon. Viele kleinere bunte Luftballons. Eine große Decke.

  • Zum Beginn singen wir gemeinsam ein einfaches Luftballonlied.
Vorschlag „Ich schenk dir einen Regenbogen.“
Ich schenk' dir einen Luftballon, er schwebt ganz leicht empor. Ich stups ihn an, dann fliegt er hoch, er will zum Himmelstor.
  • Ein Luftballon liegt in der Mitte des Kreises, zu Flötenmusik stupsen die Kinder den Ballon hin und her. Alternativ kannst du eine ruhige Musik von eine CD spielen.
  • Der Ballon wird auf eine grosse Decke gelegt und die Kinder fassen die Decke im Stehen an.
  • Eine Geschichte wird erzählt und die Kinder spielen dazu mit dem Luftballon auf der Decke.
Das Märchen vom roten Luftballon.
Es war einmal ein schöner roter Luftballon. Der wurde vom Wind durch die Welt gepustet. Mal rollte er hierhin.
  • Luftballon zu einer Seite rollen lassen
Mal rollte er dorthin.
  • Luftballon zur anderen Seite rollen lassen, einige Male wiederholen
So kam der Luftballon ganz schön weit herum in der Welt.
Doch eines Tages wurde ihm das zu langweilig und er wollte gern fliegen. Da stieß er sich vom Boden ab und flog hoch in die Luft. Dabei rief er laut „juhuuu“ weil ihm das so gut gefiel.
  • mit der Decke den Luftballon in die Höhe werfen und wieder auffangen. Dabei rufen die Kinder jedes mal juhuu
Das gefiel ihm so gut daß er es immer wieder tat. Als er dort in der Luft schwebte traf er viele andere Ballons. 
  •  viele Ballons auf die Decke legen und hochfliegen lassen
Die flogen mit ihm und als sie müde geworden waren sanken sie auf die Erde nieder. Da kamen viele Kinder die gern einen Ballon zum spielen haben wollten. Und so bekamen jeder der bunten Ballons einen Freund mit dem er nun spielen konnte.
  • Jedes Kind sucht sich einen Ballon aus. Dann können die Kinder mit ihren Ballons zu Musik von einer CD tanzen und spielen.
  • Zum Abschluss singen alle gemeinsam noch einmal das Luftballonlied.



Umweltschutztip: Luftballons sind für Kinder ein toller Bewegung- und Spielanreiz. Mit Gas gefüllte Luftballons die oft an Festen freigelassen werden, (Luftballonwettbewerbe oder Hochzeiten) sind allerdings ein großes Problem für die Umwelt. Irgendwann verlieren sie ihr Gas und liegen dann als Müll in der Natur herum. Wildlebende Tiere nehmen sie als Futter auf oder verheddern sich in den Bändern. In der Folge verenden sie elendig. Um dieses vielfache Leid zu verhindern verzichtet bitte darauf. Es gibt viele tolle Alternativen dazu.

Sonntag, 15. Januar 2017

Eine Mitmachgeschichte

Die Geschichte vom dürren Männlein

von Gundula Geck-Grantz

Es war einmal ein Geschwisterpaar. Das Mädchen hieß Greta und der Junge hieß Finn. Sie wohnten in einer Hütte im Wald. Ihr Vater war Köhler und verdiente das Geld für Essen und Kleidung mit dem Verkauf von Holzkohle. Die Mutter sammelte Kräuter und verkaufte heilkräftge Tränke. Sie hatten meist genug zu essen und ein wärmendes Feuer gegen die Kälte im Kamin. Doch wenn kein Mensch die Kohle des Vaters, oder die Tränke der Mutter kaufen wollte, hatten sie kein Geld um sich Essen zu kaufen. Dann konnten sie oft vor Hunger nicht einschlafen. Eines Abends im Winter drängten sich alle um den knisternden Kamin. Um die Hütte heulte der Wind.
Da klopfte es plötzlich an die Tür. Die Mutter ging zur Tür und öffnete sie knarrend.
Vor der Tür stand ein dürres Männlein. Es war in einen löcherigen Mantel gehüllt und klapperte vor Kälte mit den Zähnen.
Es sagte etwas  aber man verstand kein Wort weil der Wind so laut heulte und der Mann vor Zähneklappern kaum zu verstehen war.
Die Mutter zog den frierenden Gast ins Haus und schob ihn an das Feuer. Greta legte dem Mann eine Schale Haferbrei und einen Löffel in die Hände. Der Mann fing an zu essen
Als er fertig war nahm ihm Finn das leere Geschirr aus den Händen, damit er sich weiter am Feuer wärmen konnte. Der Vater nahm seine Ukulele aus der Ecke und fing an ein Lied zu spielen.
 Der Gast summte leise mit. Er sah schon viel gesünder aus und hatte aufgehört mit den Zähnen zu klappern. Später legte der Vater einen dicken Holzscheit auf das Feuer und wies dem Gast ein Lager auf der Küchenbank zu. Der wickelte sich in eine Decke ein und schlief bald ein. Auch Greta und Finn kuschelten sich in ihre Bettkojen. Die Eltern saßen noch ein wenig am Feuer bis sie auch schlafen gingen.
Am nächsten Morgen reckten und streckten sich Greta und Finn in ihren Betten.
Barfuss liefen sie in die Küche um nach dem Schlafgast zu sehen. Die Bank in der Küche war aber leer, und auf dem Tisch lag ein Sack. Die Eltern waren auch wach geworden und standen hinter den Kindern die den Sack öffneten.
 Der Sack war ein Goldklumpen. Verwundert reichte Greta den Sack ihrem Vater weiter. Der zog einen Brief aus dem Beutel und las vor: " Vielen Dank, ihr habt mich vor dem Erfrieren gerettet und mir einen Platz an eurem Feuer gegeben. Euer letztes Essen habt ihr mit mir geteilt. Dafür sollt ihr belohnt werden." Nun hatten sie genug zu Essen für den ganzen Winter und es war noch etwas Geld übrig um es zu sparen. Das Männlein aber sahen sie niemals wieder.


Gegenstände die in der Geschichte erwähnt werden, oder dazu passen, werden in einen Korb gelegt und können von den Kindern auf ein Tuch, daß in in der Mitte liegt, plaziert werden. Dabei entsteht dann ein Bild.  Das Körbchen wird immer weitergegeben. So kann jedes Kind etwas zur Geschichte auf das Bild legen.


 Dinge die in den Korb gelegt werden können:
  • ein Stück Holzkohle,
  •  ein kleines Fläschchen, 
  • Puppenstubenbewohner: Mann, Frau, Kind, Großvater. 
  • Ein Zweig  Pfefferminze,
  •  ein kleines Instrument oder eine Bildkarte mit einer Ukulele oder Gitarre, 
  • eine ausgeschnittene Note, 
  • Betten aus der Puppenstube, 
  • ein Säckchen mit Steinen, 
  • Goldene Schokoladenmünzen in einem Beutel
  • Ein Brotstückchen,
  •  Ein Löffel, 
  • Geschirr aus der Puppenstube
  • Ein Tütchen Getreide
  • ein Briefumschlag
  • ein Sparschwein



Montag, 9. Januar 2017

Schneemann bauen Fingerspiel

Schneemann bauen
 von Gundula Geck-Grantz

Fünf Kinder wollen einen Schneemann machen,
drei Kugeln zeigen
der soll den Garten im Winter bewachen.
drohende Gebärde
 Der Erste rollt aus Schnee einen Kloß,
Mit den Armen rollen
Der Zweite macht den Bauch so groß,
Den Bauch mit einer Hand reiben
Der Dritte baut eine Kugel als Kopf,
Auf den Kopf zeigen
Der Vierte holt als Hut einen Topf, 
Mütze mit den Händen andeuten 
flüstern: Der Fünfte schleicht in den Keller auf leisen Sohlen,
Leise sein andeuten mit Zeigefinger auf den Lippen .
um Kohlen für Mund und Augen zu holen,
 Mund und Augen antippen.
Dann bekommt der kalte Wicht
eine Möhre mitten ins Gesicht.
Auf die Nase zeigen 













Samstag, 7. Januar 2017

Frau Holle schüttelt Schnee auf die Erde

Eine musikalische Einheit zum Thema Schnee und Frau Holle
von Andrea Brüning und Gundula Geck-Grantz
Handlung
Material Instrument
Lied: „Pille palle polle im Himmel wohnt Frau Holle,“ mit Bewegungen spielen.


Märchen Frau Holle vorlesen, bis zu der Stelle an der die erste Marie die Betten ausschüttelt.
Märchenbuch
Jedes Kind bekommt eine Decke und alle schütteln damit „Betten“ aus.
Decken
Das Decken ausschütteln begleiten alle zusammen mit einem bekannten Schneelied zB. Schneeflöckchen Weissröckchen.
Lied: Schneeflöckchen Weissröckchen
Je ein Kind legt sich in die Mitte und am Ende einer Strophe legen alle Kinder ihre Decke auf das Kind. Alle Kinder kommen einmal dran.


Jedes Kind baut sich aus der Decke eine Wolke, setzt sich auf die Wolke und nimmt sich ein Instrument mit.
Instrumente die man mit Schnee assoziieren kann. Triangel, Glockenstab, Xylophon, Glockenspiel,
Die Kinder probieren ihr Instrument aus und jeder darf etwas vorspielen.
Danach begleiten alle zusammen „Schneeflöckchen, Weissröckchen“.


Zum Schluss nochmal das Lied:“Pille,palle,polle,“ zusammen spielen.


Wer möchte kann nach der Einheit mit in die Leseecke kommen und den Rest des Märchens hören.