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Lisa und der geheimnissvolle Baum

Die folgende Geschichte ist als Gemeinschaftserzählung  für den "Gartengemüsekiosk" mit einer anderen Youtube - Nutzerin entstanden.

Lisa und der geheimnisvolle Baum
Es war einmal ein verwunschener Garten. Überall gab es etwas zu entdecken und zu staunen. Wo man hinsah wuchsen Blumen und köstliche Gemüse. Bienen, Hummeln und andere Insekten flogen von Kelch zu Kelch. Wenn man Glück hatte lief einem ein puscheliges Huhn über den Weg.
In diesem Garten voller Geheimnisse und verzauberter Ecken lebte die Gartenzwergin Lisa. Sie lief den ganzen Tag im Garten herum, naschte die köstlichen Früchte und Gemüse, bewunderte die Blumen und beobachtete die Insekten. Sie streichelte die puscheligen Hühner und lief mit dem Hund um die Wette. Eines Tages lief Lisa wieder einmal durch den Garten und kaute gerade an einer roten Paprika, als sie auf dem Boden etwas glitzern sah. Sie bückte sich und fand zwischen den Grashalmen einen leuchtenden Samen. Der gefiel ihr so gut dass sie ihn den ganzen Tag herumtrug und immer wieder ansah. Am nächsten Tag leuchtete der Samen aber nicht mehr so schön wie vorher und sie wurde traurig. Als er am dritten Tag noch mehr Leuchtkraft verlor beschloss sie etwas zu tun. An der allerschönsten und sonnigsten Stelle im Garten grub die Gartenzwergin ein Loch. Sie sammelte die Blütenblätter von duftenden Blumen und suchte die am besten duftende Erde und füllte das Loch damit. Dort hinein bettete sie vorsichtig das Samenkorn und bedeckte es mit der duftenden Erde. Ihre allerschönsten Kieselsteine legte sie um die Stelle damit sie ihr Samenkorn jeden Tag besuchen konnte. Das tat sie dann auch. Sie sang ihre schönsten Lieder und erzählte wunderbare Geschichten für das Samenkorn. Sie sammelte jeden Morgen den Tau der Pflanzen im Garten und goss das Samenkorn damit. Eines Tages kam Lisa in den Garten und lief zu ihrem Samenkorn.
Schon aus der Ferne konnte sie sehen, dass etwas anders war. Die Erde sah nicht mehr so dunkel aus und je näher sie kam, umso mehr konnte sie sehen dass dort etwas Wunderschönes gewachsen war. Als Lisa an der Pflanzstelle angekommen war, kniete sie sich hin und bestaunte die kleine, sich zart dem Himmel entgegen reckende Pflanze. Ein 10 cm langer und kerzengerader Trieb hatte sich aus der Erde gestreckt und an seinem Ende wuchsen zwei wunderschöne, pinkfarbenene Blättchen, die in der Morgensonne schillerten.
Lisa berührte vorsichtig das zarte Pflänzchen und spürte wie die Pflanze sich an ihre Hand schmiegte. Schnell lief sie los und sammelte Tau von den Pflanzen und schöne Blütenblätter. Wieder goss sie die Pflanze und bestreute die Erde mit den Blütenblättern. Lange saß die Gartenzwergin an der Pflanze um ihr Lieder vorzusingen. Am nächsten Tag war die Pflanze wieder gewachsen und hatte neue Blätter gebildet. Diesmal glänzten die Blätter in einem leuchtenden Blau. So wuchsen nun jeden Tag neue Blätter bis aus dem kleinen Pflänzchen ein kleiner Baum geworden war.
Die Zeit verging und die Gartenzwergin wuchs fast genauso schnell wie das Zauberbäumchen aus ihrem gefundenen Samenkorn. Jede Jahreszeit brachte ein anderes Farbenspiel mit sich. Kein Blatt glich dem anderen. Ihre besondere Zuneigung zu dem Bäumchen blieb natürlich auch von ihren Eltern nicht unbemerkt und so fragte eines Tages ihr Vater, was dies denn wohl für ein Baum sei. Denn obwohl er schon vielerlei Gewächse gesehen hatte, war ihm dieses absolut fremd. "Das ist mein Zauberbaum", verkündete Lisa. Sie erzählte, wie sie das Samenkorn fand und die wunderschöne Pflanze entstanden war.
Der Baum gedieh unter ihrer Pflege und wuchs rasch zu einer stattlichen Größe heran. Gern unterhielt sich das Mädchen mit ihrem Baum, dem sie alles anvertrauen konnte.
Eines Tages fiel ihr auf, dass an seiner linken Seite eine dicke Wurzel kurz unterhalb der Erde entlang wuchs und sie ging ihr nach. Am Ende der erhabenen Wurzel machte sie einen Bogen und sie sah, dass die Wurzel genau in einen kleinen, goldenen Ring steckte. Sie berührte ihn vorsichtig. Als sie ihrer Mutter davon erzählte, erinnerte sich diese an eine Erzählung ihrer Oma, die Ihren Ehering bei der Gartenarbeit verloren und nie wieder gefunden hatte. Die Mutter erzählte an diesem Abend Geschichten von Lisas Uroma bis es Zeit war ins Bett zu gehen. Am nächsten Morgen, als Lisa wieder bei ihrem Bäumchen saß, überlegte sie, wie man die Wurzel wohl von diesem engenRing befreien könnte, ohne die Pflanze zu verletzen, aber es kam ihr keine Idee. Sie wollte der Pflanze kein Leid tun.
In der nächsten Nacht träumte sie von ihrem Baum und dem Ring. Als sie am nächsten Morgen an ihrem Baum stand bemerkte sie eine Frucht. Sie war noch sehr klein aber schillerte in allen Farben. Diese Frucht wuchs nun täglich und war schon nach einer Woche sehr groß und glänzend bunt. Die Gartenzwergin berührte sie andächtig und spürte wie glatt die Frucht war .Als sie die Hand wegziehen wollte, löste der Baum sich von der Frucht und die Kugel lag in ihrer Hand. Gleichzeitig war der Baum geschrumpft und leuchtete weniger. Von nun an schrumpfte der Baum jeden Tag ein wenig und Lisa war sehr traurig. Als Lisa eines Morgens in den Garten kam, war der Baum verschwunden. Sie weinte bitterlich weil ihr Freund verschwunden war. Aber an der Stelle des Baumes lag der goldene Ring den Lisa schnell zu ihrer Mutter brachte. Und sie hatte ja auch noch die bunte Frucht. Dann kam der Winter und Lisa streichelte jeden Tag die schillernde Frucht. Die Frucht duftete köstlich. Sie war sehr neugierig wie die Frucht wohl schmecken würde und so biss sie hinein. Die Frucht war so köstlich, dass sie die ganze Frucht verputzte. Übrig blieb nur ein bunter schillernder Kern. Nun begriff die Gartenzwergin, dass ihr Baumfreund sie nicht verlassen hatte. Sie konnte ihn im Frühjahr einfach neu pflanzen.. So wurde Lisa von ihren Baumfreund ihr ganzes Leben lang begleitet.

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