Im Kindergarten gibt es einige Kinder die zwischendurch zu mir kommen und mich bitten eine Geschichte zu erzählen. Sie dürfen sich dann aussuchen von wem die Geschichte handeln soll und was in der Geschichte vorkommen soll.
Häufig dabei sind: Ritter, Prinzessin, Einhörner, Pferde,ein Schloß, eine Burg, neuerdings auch Trecker und Vampire, Wenn ich anfange zu erzählen, können die Kinder auch noch die Namen der Personen bestimmen.
Dann fabulieren wir drauflos. Dabei sind schon einige Märchen und Geschichten entstanden. Wichtig sind den Kindern immer bestimmte Gesetzmäßigkeiten die ich aber auch gern mal auf den Kopf stelle.
Dabei sind Geschichten vom kleinen Drachen entstanden. Der Drache ist so klein wie eine Wespe. Da man ihn kaum sieht konnte ihn kein Ritter besiegen und er lebt munter im Wald in einer kleinen Höhle. In dem gleichen Wald lebt auch das Einhorn daß guten Menschen mit der Zauberkraft in seinem Horn hilft. Eine andere Person der Vampir der kein Blut mag und nur Blutorangensaft trinkt.
Eine Regel ist daß es nur eine Geschichte am Tag gibt. Wenn die Geschichte kurz ist auch mal zwei kurze Geschichten. Wenn mir eine Geschichte zuhause noch einfällt dann schreibe ich sie auf.
Eine der Geschichten die ich aufgeschrieben habe ist die vom kleinen und vom großen Hans.
© Gundula Geck-Grantz
Häufig dabei sind: Ritter, Prinzessin, Einhörner, Pferde,ein Schloß, eine Burg, neuerdings auch Trecker und Vampire, Wenn ich anfange zu erzählen, können die Kinder auch noch die Namen der Personen bestimmen.
Dann fabulieren wir drauflos. Dabei sind schon einige Märchen und Geschichten entstanden. Wichtig sind den Kindern immer bestimmte Gesetzmäßigkeiten die ich aber auch gern mal auf den Kopf stelle.
Dabei sind Geschichten vom kleinen Drachen entstanden. Der Drache ist so klein wie eine Wespe. Da man ihn kaum sieht konnte ihn kein Ritter besiegen und er lebt munter im Wald in einer kleinen Höhle. In dem gleichen Wald lebt auch das Einhorn daß guten Menschen mit der Zauberkraft in seinem Horn hilft. Eine andere Person der Vampir der kein Blut mag und nur Blutorangensaft trinkt.
Eine Regel ist daß es nur eine Geschichte am Tag gibt. Wenn die Geschichte kurz ist auch mal zwei kurze Geschichten. Wenn mir eine Geschichte zuhause noch einfällt dann schreibe ich sie auf.
Eine der Geschichten die ich aufgeschrieben habe ist die vom kleinen und vom großen Hans.
Der große und der
kleine Hans
Erzähl mir eine
Geschichte, forderte Till. „Wer soll in der Geschichte vorkommen?“
fragte ich ihn. Bevor Till antworten konnte schränkte ich ein: „Aber
kein Feuerdrache“ „Doch ein Feuerdrache mit roter Haut und
riesigen Augen,“ wünschte sich Till. Ich seufzte,“ und was
noch?“
„Das kannst du dir
selber aussuchen,“ erlaubte er mir gnädig. Ich schüttelte den
Kopf: „Nein das wäre zu einfach, du musst dir schon selbst was
überlegen.“ Nach einigem Hin und Her bekam ich die Vorgabe: „
Ein kleiner Ritter soll darin vorkommen.“ Das hörte sich schon mal
gut an. „Und wie soll der Ritter heißen?“ bohrte ich nach. „Hans
oder Heinz, schlug mein Zuhörer vor. Ich suchte mir Hans aus und
begann. „ Es war einmal ein kleiner Ritter der hieß Hans. Hans
wohnte auf einer großen Burg in einem großen dunklen Wald. Auf der
Burg wohnte auch sein Vater, der auch Hans hieß. Auch der große
Hans war Ritter. Seine Mutter war ein Burgfräulein und hieß
Kunigunde.“ Neben mir kicherte Till. Ich nutzte die Gelegenheit um
zu überlegen wie es weitergehen sollte. „Weiter,“ hörte ich
eine Stimme neben mir fordernd. „Der kleine Hans hatte auch ein
Pferd.“ Neben mir meldete sich Till: „Der große Hans hat ein
großes Pferd und der kleine Hans hat ein kleines Pferd:“ Ich
nickte: „Genau, ein kleines und ein großes Ross. Und auf denen
ritten sie durch den großen dunklen Wald. Sie ritten sehr lange bis
der Wald aufhörte. Danach kam ein Gebirge dass sie überquerten. Sie
ritten sieben Berge hoch und sieben Berge wieder runter. Nach den
Bergen kamen sie an eine Schlucht. Da sie keine Brücke die über die
Schlucht fanden ritten sie am Rand der Schlucht entlang. Nicht lange
danach kamen sie in ein Dorf. Die Menschen in dem Dorf hatten sich in
ihre Häuser versteckt. Auf den Straßen war kein Mensch zu sehen.
Erst als sie an den Brunnen in der Dorfmitte kamen stand dort eine
Frau. 'Gute Frau,' begann der große Hans, 'warum verstecken sich die
Menschen in ihren Häusern?'. Da erzählte ihnen die Frau von dem
riesigen Drachen der in der Schlucht hauste. Der würde alles
verbrennen was ihm in die Nähe kam. Andere Dorfbewohner hatten sich
mittlerweile aus ihren Häusern getraut und kamen zum Brunnen. Alle
redeten durcheinander. Sie baten Hans und Hans um Hilfe und
versprachen ihnen eine Belohnung wenn sie ihnen helfen würden. So
ritten die beiden Ritter los und kamen bald zum Eingang der
Drachenschlucht. Schon am Anfang der Schlucht sahen sie überall
verbrannte Bäume. Langsam ritten sie weiter. Als ihre Pferde
scheuten und sich weigerten weiterzugehen, gingen sie zu Fuß weiter.
Bald kamen sie an einen Höhleneingang. Die Steinwände waren schwarz
verkohlt und es roch nach Rauch. In der Höhle schlief ein großer
Drache. Kleine Rauchwölkchen stießen beim Schnarchen aus seinem
Mund. Der kleine Hans stolperte und gleich öffnete der Drache seine
Augen. 'Was wollt ihr kleinen Menschen von mir?' Dröhnte die Stimme
des Drachen durch die Höhle. Hans und Hans waren wie versteinert
stehengeblieben. Von einem sprechenden Drachen hatten sie noch nie
etwas gehört. Allerdings hatten sie bisher sowieso noch keinen
Drachen gesehen oder von einem gehört. Sie hörten ein Glucksen und
der Drache stöhnte laut: 'Au diese Magenschmerzen.' Und gleich
darauf spie er eine lange Flamme an ihnen vorbei in die Schlucht. Sie
hatten sich schnell hinter einen Felsvorsprung geduckt, trotzdem
spürten sie die Hitze. Als alles wieder ruhig war traute sich der
kleine Hans hinter dem Felsen vor und fragte den Drachen: „ Warum
spuckst du denn immer Feuer? Die Menschen im Dorf haben große Angst
dass du ihre Häuser verbrennst. Der Drache seufzte: 'Aber ich will
ja gar kein Feuer speien. Kein Tier traut sich mehr zu mir und ich
bin so einsam. Aber diese Magenschmerzen und das Glucksen wenn das
kommt muss ich immer Feuer spucken.' Hans und Hans versprachen dem
Drachen ihm zu helfen wenn sie konnten und ritten wieder ins Dorf.
Sie erzählten den Menschen dort, was den Drachen quälte, und die
Leute schickten die beiden Ritter zu einer Kräuterfrau. Die
Kräuterfrau kochte dem Drachen einen Riesenkessel voller
Magenmedizin. Die beiden
Hänse beluden einen Karren mit dem Kessel und reisten wieder zurück
zum Drachen. Sie gaben dem Drachen die Medizin zu trinken und
warteten. Kein Glucksen war mehr zu hören. Der Drache war geheilt
und freute sich so sehr dass er den beiden einen Sack mit Schätzen
gab, die er in seiner Höhle gefunden hatte. Sie luden die Schätze
auf den Karren und kehrten ins Dorf zurück. Dort teilten sie die
Schätze mit den Dorfbewohnern und alle feierten ein großes Fest,
bevor Hans und Hans am nächsten Tag wieder über die sieben Berge
und durch den dunklen Wald nach Hause ritten.' Ich schwieg, dann
meldete Till sich zu Wort. „Noch eine Geschichte,“ forderte er.
„Nur eine Geschichte am Tag haben wir ausgemacht, erinnerte ich
ihn. Dann ging er wieder spielen.
© Gundula Geck-Grantz
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