Direkt zum Hauptbereich

Ein Wolkenmärchen



Manchmal, wenn ihr in den Himmel schaut und die Wolken anseht die vorbeiziehen, dann sehen die Wolken aus wie etwas ganz anderes. 

Ein Wolkenmärchen
von Gundula Geck-Grantz

Es war einmal eine Wolke. Die Wolke zog jeden Tag über den Himmel und hatte Spaß daran ihre Form zu verändern. Sie dehnte sich an manchen Stellen aus oder zog sich zusammen. Sie bildete kleine Ausläufer die aussahen wie ein Kopf oder Füße.
Wenn dann die Menschen auf der Erde hochsahen fanden sie, dass die Wolke wie ein Schaf oder ein Hund aussah, oder wie der Kopf eines Menschen der eine Pfeife rauchte. Manche Menschen brachten Papier und Farbe mit und malten die Wolke. Der Wolke gefiel das und sie zog Jahr für Jahr über den Himmel und veränderte ihre Form.
Eines Tages kam eine kleine Fee angeflogen und ruhte sich auf de Wolke aus. " Sag mal du liebe Wolke," begann die Fee zu fragen. "Hast du nicht einen Wunsch? Möchtest du nicht einmal etwas ganz anderes sein?"
Die Wolke überlegte eine Weile und sagte dann:" Ja ich wäre gern einmal ein Mensch. Dann könnte ich in den Himmel sehen und mir die Wolken anschauen." Da schwang die Fee den Zauberstab und kaum dass sich die Wolke versah, stand sie auf der Erde und war ein Mensch.
Doch sie kam gar nicht dazu sich die Wolken anzusehen, denn sie musste zur Arbeit gehen. Abends war sie so müde das sie nur noch schlafen wollte. Nur am Wochenende schaute sie hinauf in den Himmel und sah den Wolken zu. Wenn sie die Wolken über den Himmel ziehen sah bekam sie eine große Sehnsucht im Herzen und sie wurde immer trauriger.
Eines Tages als die kleine Wolke auf einer Wiese stand und voller Sehnsucht in den Himmel schaute, landete die kleine Fee auf ihrer Schulter. "Warum bist du so traurig liebe Wolke?" fragte die Fee. "Ach," seufzte die Wolke. " Ich habe so eine Sehnsucht im Herzen wenn ich in den Himmel schaue." Da überlegte die Fee und schwang ihren Zauberstab.
Und die Wolke war wieder am Himmel und zog über das Land. Glücklich dehnte sie sich aus und zog sich zusammen. Wenn die Menschen zu ihr aufsahen, rätselten, malten und sich freuten, war die Wolke sehr, sehr glücklich.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Fünf Schneeflocken

5 Schneeflocken fallen auf die Erde nieder. Die 1. macht sich einen Spaß und setzt sich mitten auf die Nas. Die 2. setzt sich an das Ohr und kommt sich dort ganz lustig vor. Die 3. klettert hoch hinauf und setzt sich auf das Köpfchen drauf. Die 4. setzt sich auf die Wange und bleibt dort auch nicht lange. Die 5. setzt auf den Mund und denkt, der Schnee, der ist gesund. -

Die fünf Sonnenstrahlen

Die fünf Sonnenstrahlen eine kleine Geschichte   © Gundula Geck-Grantz An einem schönen Tag im März scheint die Sonne strahlend hell am Himmel Keine Wolke ist zu sehen. Auf dem Spielplatz toben die Kinder und weil die Sonne sich darüber so freut, schickt sie 10 Sonnenstrahlen hinunter. Der erste Sonnenstrahl kitzelt die Eva an der Nase. Sie niest laut: "haaaaatschi". Den zweiten Sonnenstrahl schickt die Sonne zum Max. Der macht schnell die Augen zu weil die Sonne ihn blendet. Mit dem dritten Sonnenstrahl wärmt die Sonne der Johanna den Rücken. Sie spielt gerade im Sand und freut sich dass es schön warm ist. Der vierte Sonnenstrahl trifft Schnuffi den wuscheligen Hund. Schnuffi freut sich dass der Winter nun vorbei ist. Der fünfte Sonnenstrahl aber ist der schönste und prächtigste von allen. Er wandert über die Erde und wärmt sie auf. Die Blumen im Boden erwachen und wachsen zum Licht um bald zu blühen. Das Gras reckt sich und die Knospen an den Bäumen schwellen an. E...

Winterfingerspiel

 Liebe Klapperdosenleser, es sieht zwar noch nicht danach aus, aber der Winter ist nicht mehr weit. In einigen Gegenden wird es sicher noch kalt werden, dann passt dieses Fingerspiel vielleicht. Winterfingerspiel  von Gundula Geck-Grantz   Fünf Brüder wollen in den Wald, doch draussen ist es bitterkalt. (frieren mit überkreuzten Armen andeuten) Der erste nimmt eine riesige Mütze mit, die hat ihm die Mutter gestrickt. (Mütze auf den Kopf ziehen, stricken andeuten) Dem zweiten ist der Schal viel zu lang, dem wird davon Angst und bang. (Langen Schal zeigen und um den Hals wickeln andeuten) Dem dritten sind die Stiefel viel zu groß, der fragt, wie laufe ich damit bloß. (Füße in die Stiefel stecken und Kopf schütteln) Der vierte hat im Mantel ein Riesenloch, (Loch zeigen) der sagt schnell, das stopfe ich noch. (Nähen andeuten) Der fünfte, der Kleinste, gar nicht dumm, der dreht gleich wied...