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Eine Mitmachgeschichte

Die Geschichte vom dürren Männlein

© Gundula Geck-Grantz

Es war einmal ein Geschwisterpaar. Das Mädchen hieß Greta und der Junge hieß Finn. Sie wohnten in einer Hütte im Wald. Ihr Vater war Köhler und verdiente das Geld für Essen und Kleidung mit dem Verkauf von Holzkohle. Die Mutter sammelte Kräuter und verkaufte heilkräftge Tränke. Sie hatten meist genug zu essen und ein wärmendes Feuer gegen die Kälte im Kamin. Doch wenn kein Mensch die Kohle des Vaters, oder die Tränke der Mutter kaufen wollte, hatten sie kein Geld um sich Essen zu kaufen. Dann konnten sie oft vor Hunger nicht einschlafen. Eines Abends im Winter drängten sich alle um den knisternden Kamin. Um die Hütte heulte der Wind.
Da klopfte es plötzlich an die Tür. Die Mutter ging zur Tür und öffnete sie knarrend.
Vor der Tür stand ein dürres Männlein. Es war in einen löcherigen Mantel gehüllt und klapperte vor Kälte mit den Zähnen.
Es sagte etwas  aber man verstand kein Wort weil der Wind so laut heulte und der Mann vor Zähneklappern kaum zu verstehen war.
Die Mutter zog den frierenden Gast ins Haus und schob ihn an das Feuer. Greta legte dem Mann eine Schale Haferbrei und einen Löffel in die Hände. Der Mann fing an zu essen
Als er fertig war nahm ihm Finn das leere Geschirr aus den Händen, damit er sich weiter am Feuer wärmen konnte. Der Vater nahm seine Ukulele aus der Ecke und fing an ein Lied zu spielen.
 Der Gast summte leise mit. Er sah schon viel gesünder aus und hatte aufgehört mit den Zähnen zu klappern. Später legte der Vater einen dicken Holzscheit auf das Feuer und wies dem Gast ein Lager auf der Küchenbank zu. Der wickelte sich in eine Decke ein und schlief bald ein. Auch Greta und Finn kuschelten sich in ihre Bettkojen. Die Eltern saßen noch ein wenig am Feuer bis sie auch schlafen gingen.
Am nächsten Morgen reckten und streckten sich Greta und Finn in ihren Betten.
Barfuss liefen sie in die Küche um nach dem Schlafgast zu sehen. Die Bank in der Küche war aber leer, und auf dem Tisch lag ein Sack. Die Eltern waren auch wach geworden und standen hinter den Kindern die den Sack öffneten.
 Der Sack war ein Goldklumpen. Verwundert reichte Greta den Sack ihrem Vater weiter. Der zog einen Brief aus dem Beutel und las vor: " Vielen Dank, ihr habt mich vor dem Erfrieren gerettet und mir einen Platz an eurem Feuer gegeben. Euer letztes Essen habt ihr mit mir geteilt. Dafür sollt ihr belohnt werden." Nun hatten sie genug zu Essen für den ganzen Winter und es war noch etwas Geld übrig um es zu sparen. Das Männlein aber sahen sie niemals wieder.


Gegenstände die in der Geschichte erwähnt werden, oder dazu passen, werden in einen Korb gelegt und können von den Kindern auf ein Tuch, daß in in der Mitte liegt, plaziert werden. Dabei entsteht dann ein Bild.  Das Körbchen wird immer weitergegeben. So kann jedes Kind etwas zur Geschichte auf das Bild legen.


 Dinge die in den Korb gelegt werden können:
  • ein Stück Holzkohle,
  •  ein kleines Fläschchen, 
  • Puppenstubenbewohner: Mann, Frau, Kind, Großvater. 
  • Ein Zweig  Pfefferminze,
  •  ein kleines Instrument oder eine Bildkarte mit einer Ukulele oder Gitarre, 
  • eine ausgeschnittene Note, 
  • Betten aus der Puppenstube, 
  • ein Säckchen mit Steinen, 
  • Goldene Schokoladenmünzen in einem Beutel
  • Ein Brotstückchen,
  •  Ein Löffel, 
  • Geschirr aus der Puppenstube
  • Ein Tütchen Getreide
  • ein Briefumschlag
  • ein Sparschwein



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